Buki, und .. weil es so schön ist … nochmals zurück nach Mankievka
Februar 26, 2008 von fromrussia
Am nächsten Morgen Aufstehen, Duschen, das Übliche eben. Dann geht es zum Frühstück in der ehemaligen Stolovaya (Kantine). Die Kantine hat noch einen gewissen “Sowjetcharme” den auch die Bedienung mühelos herüberbringt. Wir werden separat “platziert” weil wir ja Teil einer Gruppe sind, die aber noch gar nicht vollständig da ist. Das Frühstück zeichnet sich durch eine gewisse “Schlichtheit”, sprich:Kärglichkeit aus. Neben etwas Quark, Butter und Käse zwei Scheiben Brot und eine Tasse Tee. Kaffee gibt es wenn wir ihn einen Tag vorher bestellen. Wir sind in einem Sanatorium gelandet … nur sind wir nicht leidend und auf Kur, egal. Später erfahre ich daß es ein Frühstücksbuffet demnächst geben soll. Hoffentlich ist “demnächst” bald.
Abfahrt nach Buki, das GPS zeigt uns den Weg, den wir des Nachts gekommen sind. Bald ist Buki erreicht. Ein Teil unserer Trainingsteilnehmer ist bereits vor Ort. Sachen auspacken, Die Begrüßungsrede, das Prozedere wird erklärt. Tatyana beginnt mit dem Training und ich kümmere mich um das Finanzielle. Gegen 15.00 lasse ich Tatyana allein mit der Gruppe zurück und fahre nach Kiew. Nach drei Stunden Ankunft am Stadtrand und das Wuseln durch den üblichen stadtweiten Feierabendstau. Um 19.00 bin ich wieder zuhause, packe die Sachen aus und … wo ist der Rucksack mit meinem Notebook? Doch nicht etwa in Buki? Ein Anruf bei Tatyana bringt Licht ins Dunkel. Der Rucksack, den ich mit in den Computersaal der Schule von Buki genommen habe, macht Landurlaub. Und ich brauche die Kiste dringend morgen früh. Was liegt da näher als …. genau … zurück nach Mankievka. Aber erst zwei Stunden Nickerchen. Dann geht es erneut auf die Trasse.
Nach zwei Stunden Abfahrt Zhaschkiv erreicht. Jetzt heißt es aufpassen. Schlechte Beleuchtung in den Orten, keine Wegweiser, also beste Bedingungen sich zu verfranzen oder jemanden über den Haufen zu fahren. Wieder keimt der Wunsch nach vier Zusatzscheinwerfern auf dem Dach auf. Nach fast vier Stunden sind wir wieder in Mankievka gelandet. Das GPS hat gute Dienste geleistet, nur einmal an der Weggabelung ohne Wegweiser falsch abgebogen aber unser kleiner elektronischer Helfer hat uns das nach zwei Minuten signalisiert, umdrehen, auf den richtigen Weg einbiegen, das war es.
Tatyana erwartet mich am Tor des Sanatoriums mit dem Rucksack. “Rücksturz zur Erde”, hätte man im Raumschiff Orion seinerzeit gesagt. Nach weiteren vier Stunden durch die ukrainische Nacht bin ich wieder in Kiew. Ich bin fix und fertig, nur noch ein Wunsch, schlafen.