Heute vor 55 Jahren um 9.50 Uhr Moskauer Zeit verstarb der seinerzeitige Führer des Landes, Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili, besser bekannt unter dem Namen Stalin. Sein Tod war der Anfang vom Ende der 30-jährigen Herrschaft des absoluten Schreckens in der damaligen Sowjetunion, eine Zeit in der auch die Hungersnot in der Ukraine und anderen Gebieten der Sowjetunion fällt. Für viele damalige Sowjetbürger war der Tod Stalins ein einschneidendes Ereignis. Während viele Bürger den Tod des “Großen Führers” und “Vaters der Nationen” betrauerten, kamen andere in der folgenden Zeit aus den berüchtigten GULAG Lagern frei.
Glasnost hält Einzug in die Amtsstuben. Wenn es nach Michael S. Gorbatchev gegangen wäre, dann wäre diese Glasnost vielleicht schon früher eingetroffen, wer weiß. Aber so kommt sie eben jetzt, spät, aber nicht zu spät. Auf Entschluß des Stadtparlaments der Stadt Tyumen in Westsibirien wurde in zwei Etagen des Rathauses gläserne Türen in die Zimmer der Sachbearbeiter der Stadtverwaltung eingebaut. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung fühlen sich momentan “wie Fische im Aquarium”, wie eine der Angestellten im Fernsehen sagte. Bürger begrüßten die Maßnahme, die schon zu ersten Resultaten geführt hat. Wenn man den Aussagen des Fernsehberichts im Ersten Programm des russischen Fernsehens Glauben schenken darf, dann wurden die Schlangen vor den Amtsstuben erheblich kürzer. Vielleicht auch eine Idee für deutsche Amtsstuben – sofern noch nicht vorhanden?