Warenhaus des Todes – vorübergehend – geschlossen – Am 7. März wurde in Thailand der ehemalige Offizier der sowjetischen Streitkräfte, Viktor Buta, gefasst. Der Beschuldigte wurde von zahlreichen Geheimdiensten auf der ganzen Welt wegen Waffenhandels gesucht. Im Angebot seiner Waren konnte der zahlungskräftige Kunde alles finden was zur Führung eines Krieges notwenig ist, bis hin zu Zenith-Raketen. Den Informationen des russischen Fernsehens zufolge soll er seine Ware in fast allen Krisenregionen der Welt angeboten und mittels einer eigenen Lufttransportflotte auch ausgeliefert haben. Zu seinen Kunden zählten die Warlords in Afrika wie auch in Südamerika. Der amerikanische Geheimdienst kam ihm auf die Spur, als er seine Ware auch einer imaginären Befreiungsbewegung in Kolumbien anbot, hinter der der amerikanische Geheimdienst stand. Der Anwalt des Beschuldigten vertrat im Fernsehen die Ansicht, daß gegen seinen Mandanten kein Verfahren in Rußland anhängig sei. Deshalb sei es nur natürlich daß man Buta allein an Rußland ausliefern müsse. Nach Ende der Nachrichten konnte man auf dem ersten Kanal den Film „Apokalypse now“ – Thema Waffenhandel – sehen, wie passend.
Mit dem Panzer zum Einkauf - Im Fernsehen konnte man am 7. März sehen, wie ein Mitglied einer Panzerbesatzung im Bezirk Swerdlowsk den Weg zum Übungsplatz nutzte, um „eben noch mal schnell einzukaufen“. Auf dem Video, das mittels eines Mobiltelefons aufgenommen wurde, ist deutlich zu erkennen, wie der Einkäufer nach erfolgreichem Shopping mit zwei Flaschen Wodka wieder auf den Panzer klettert und dann mit seinen „Schätzen“ im Inneren des Panzers verschwindet. Beim Abfahren „nimmt“ der Panzer dann „eben noch mal“ die Hausecke des Ladens mit, in dem die Spirituosen zuvor erstanden wurden. Nach Aussage einer Verkäuferin war der Kunde schon bei Betreten des Ladens nicht mehr ganz nüchtern, was von offiziellen Stellen des Militärs allerdings bestritten wurde.
Natürlich darf man nicht verallgemeinern. Viele Angehörige der russischen Streitkräfte versehen ordnungsgemäß ihren Dienst. Angesichts der Debatte „Nato vor den Toren Moskaus“ die man des öfteren im russischen Fernsehen verfolgen darf, stelle ich mir allerdings die Frage ob nicht die russische Armee „solcher Prägung“ das größere Sicherheitsrisiko für das eigene Land bildet. Man stelle sich vor „die Einkäufer“ veranstalten nach erfolgtem Umtrunk auch noch ein Wettschießen mit ihren Waffen. Ich bin gespannt wann das Video in YouTube zu sehen sein wird.
Der Rubin blitzt nicht mehr – In den wilden 90er Jahren war in Rußland eine Gesellschaft tätig, die sich „MMM“ nannte. Das Unternehmen warb Kunden mit absurd hohen Zinsversprechen und viele Bürger Rußlands legten ihr Geld im zweifelhaften Unternehmen an bis … die Finanzpyramide zusammenbrach und sein Gründer zunächst untertauchte. Später gefasst saß er eine Haftstrafe ab und die Geprellten von einst warten heute noch vergeblich auf ihr Geld. Deshalb sollte man meinen daß die Russen gelernt haben. Weit gefehlt, wie sich heute zeigte. Der so genannte „Businessklub RUBIN“, der ebenfalls nach einem Pyramidenschema arbeitete, ging in die Knie. Bilder von geleimten Anlegern die vor den Büros des “Businessclubs” auf der Straße standen wurden im Fernsehen gezeigt. Diejenigen die das Hirn abschalten wenn es um den schnellen Reichtum geht sterben wohl nie aus.