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Archive for Januar 2008

DVD mit Abspielschwächen

Schön ist es auch wenn man, fern der Heimat, Filme aus der heimischen Produktion anschauen kann. „Easyrider“ nenne ich ebenso mein eigen wie „Das Leben des Bryan“, einen meiner Lieblingsfilme. Und nicht zu vergessen die Reihe „Raumpatrouille ORION“. Wer erinnert sich nicht gern an Dietmar Schönherr, bzw. Commander Mc Lane und Ewa Pflug als Tamara Jagelowsk (Hab ich noch nie gehört den Namen hier), die u.a. mittels Bügeleisen auf dem Steuerpult des schnellen Raumkreuzers ORION den außerirdischen Froggs das Leben schwer machen. Die DVDs habe ich seinerzeit bei AMAZON gekauft, also weder raubkopiert, noch gar gestohlen.

Also, Bier kalt gestellt, Kartoffelchips-Tüte zurechtgelegt – ok, ich gebe zu ist ungesund aber ungeuer lecker – auf gehts in einen entspannenden Abend vor der Glotze ohne GTZ und Werbung. Denkste, nichts ist mit „Chips and amusement“ wie sich wenig später herausstellt. Der DVD-Player weigert sich beharrlich die legal erworbenen deutschen DVDs abzuspielen. Der Grund? Die DV-Hersteller und die Hersteller der Abspielgeräte habe eine unheilvolle Allianz, vielleicht analog dem Klu-Klux-Clan (???) gegründet und die Welt in verschiedene Regionalzonen eingeteilt. Die Information aus welcher Region eine DVD stammt wird mit auf den Silberling aufgebracht und so wird verhindert, daß Kinoneuheiten aus dem anderen Teil der Welt vorzeitig den Globus umeilen und die Kinos zum Start eines neuen Films am anderen Ende der Welt leer bleiben. Man merke: Geld darf blitzschnell mal eben den Globus umrunden, DVDs dürfen es nicht.

Und was habe ich davon ? Ich kann das, was ich legal erworben habe, nicht nutzen. Na toll. Da könnten einem doch glatt Ideen wie die zur Umgehung dieses Verkrüppelungs-Mechanismus in den Sinn kommen. Unser russischer DVD-Player ziert sich zwar ebenso deutsche DVDs abzuspielen, aber nicht mehr lange … Der gute Fachman an der Ecke wird es schon richten … der DVD-Player der Tochter ist bereits entwanzt. Und sobald ich weiß wie das geht, dann kommt die Nachricht hier wohl auch hin.

Alle faseln von der Freiheit der Information, alle regen sich über den Dirigismus des russischen Präsidenten auf. Aber daß die eigene Industrie uns gegen hartes Geld verkrüppelte Geräte liefert um ihren Reibach zu sichern …. Stillschweigen … Na ja, wenigstens Chinaschund dürfen wir ja noch unter dem „GlobalisierungsHandelsFreiheitsPostulat“ kaufen. Schöne Globalisierung… und über NOKIA darf ich schon garnicht nachdenken.

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Internetbestellung aus dem Ausland ?? Nein danke

Seit langer Zeit schon bin ich mehr außerhalb Deutschlands als in den Mauern des Vaterlandes. Schön ist es dann, wenn man sich die Sachen, die man hier schwer bekommen kann, mittels Internet bestellen kann, tja wenn…. Eine ganz neue Erfahrung „durfte“ ich dabei neulich wieder einmal machen. Auf einer WEB Seite etwas ausgewählt und .. es geht ans Bezahlen. Bei AMAZON z.B. bis heute kein Problem, anders bei diesem Anbieter. Aber was sehen meine Augen da ? „Das Bezahlsystem ist im Moment nicht verfügbar“ steht da auf dem Bildschirm. Ok, kommen wir später wieder. Und „später“ wieder die gleiche Bildschirmanzeige und „später, später“ auch, m.a.W. „Du nicht“ heißt das. Ich habe einen Verdacht, der sich wenig später bewahrheitet. Ich wende mich an den „Kundendienst“ des Bezahlsystems mit der Frage ob man – wenn man im östlichen Ausland ist – nicht per Internet bezahlen könne. Als Antwort bekomme ich einen Link auf eine WEB Seite auf der sich die Antwort befindet, Email wäre wohl zu einfach gewesen? Und was ich bereits geahnt habe kann ich da grau auf weiß lesen. Mein Verdacht bewahrheitet sich. Der Anbieter scannt die Internet-IP und bestimmt danach wer darf und wer nicht. Und jemand der aus der Ukraine bestellen will, der darf eben nicht. Schön zu wissen daß sich die Welt in „uns“ und „die anderen“ teilen läßt. Ich weiß jetzt also ich gehöre, zumindestens bei diesem Anbieter zu den „Schurken aus dem Ostblock“. Ok, es gibt genug Anbieter, und tschüs auch…

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altbau03.jpgAls ich zu Beginn der 80er Jahre im Rahmen einer Uni-Exkursion einmal in die damalige Hauptstadt der lettischen Sowjetrepublik Lettland fuhr, da hatten wir auch ein Treffen mit dem Stadtarchitekten zum Thema Stadtplanungsrecht. Im Laufe des Treffens erzählte uns der Architekt verschmitzt lächelnd, daß man in Riga die „Kunst des Altbaus“ beherrsche. Wir dachten dabei an die Altstadtsanierung und den Wiederaufbau. Zu unserem Erstaunen erklärte uns der Architekt aber, daß man darunter folgendes zu verstehen habe:

„Wir bauen so, das sieht schon alt aus.“

Daran fühlte ich mich erinnert als ich heute in unser vor drei Jahren erbautes Haus in Kiew zurückkam, in dem wir eine Mietwohnung im 15. Stock mit Blick über die Stadt bewohnen. Eine Mauer am Parkplatz hatte wohl dem altbau04.jpgAnecken eines Autos nicht standgehalten und war einfach weggebrochen. Aber auch im Haus selbst zeugen auf Putz verlegte Kabel und Türeinfassungen, die ein Baukollektiv wohl in der Mittagspause mittels Taschenmesser zurechtgeschnitzt haben, davon, wo „fleißige Handwerker“ – ja die aus dem Kinderlied – gebaut, man muß wohl eher sagen gewütet haben. Auch Maler scheinen seinerzeit einen eklatanten Mangel an „Zielwasser“ gehabt zu haben. Anders kann ich mir die Malkünste, bei denen schon mal Fußleiste und anschließende Wand verwechselt worden, nicht erklären.

„Sie taten so als bezahlten sie uns und wir taten dafür so als ob wir gearbeitet hätten.“

Dieser alte Slogan der Arbeiterklasse, der die „innere Kündigung“ gut umschreibt, scheint sich bis in die Neuzeit gerettet zu haben. Schnell, dafür aber nicht unbedingt qualitativ bemerkenswert zu bauen, das ist das Motto der Zeit. Türen die schlecht schließen, Fenster die auf das unabdingbare Minimum beschränkt werden, alles egal. Hauptsache verkauft.

altbau05.jpgDa wundert es schon nicht mehr daß eine bestimmte Sicherung immer und immer wieder rausfliegt und folgerichtig kann man sich beim Wechseln einer Birne auch schon mal auf eine engere Bekanntschaft mit den E-Werken der Stadt Kiew einstellen und mal antesten wie das ist wenn man denn auf dem elektrischen Stuhl landet. So ging es mir neulich.

Nun ja, die Fassade ist bereits westlich, der Inhalt leider noch nicht überall. „I’m back in the USSR“ – die Beatles lassen schön grüßen. Sorry für die schlechte Bildqualität, war mein NOKIA – darf man die noch erwähnen – Communicator 9500.

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Am 22. Januar 1919 vereinigen sich die Ostukraine, die infolge der russischen Oktoberrevolution unabhängig geworden ist, mit der ehemals zu Österreich-Ungarn gehörenden Westukraine zu einem einheitlichen ukrainischen bürgerlichen Staat unter der Leitung des Präsidenten Hrushevsky.

Plakat zunm Tag der Vereinigung der Ost-und Westukraine 1919

Der Bestand des Staates ist von kurzer Dauer als Polen unter Pilsudsky die Westukraine annektiert und die bisherige Ostukraine im weiteren Verlauf ein Teil der entstehenden Sowjetunion wird. Die bisherige Westukraine und nun Teil des, infolge des Ribbentrop-Molotow-Paktes erneut „verteilten“ Polens „, „bittet“ 1939, kurze Zeit vor dem Überfall der Sowjetunion auf Finnland und dem dann entzündeten 110 Tage dauernden „Winterkrieg“, um Aufnahme in die Sowjetunion.

Der Oberste Sowjet unter dem „Vater der Völker der Sowjetunion“, dem Genossen Josef V. Stalin,stimmt dieser „Bitte“ im November 1939 zu. Das Gebiet der heutigen Ukraine geht als sozialistische Sowjetrepublik im Bestand der Sowjetunion auf. 1940 werden weitere „Bittende“, die Baltischen und heutigen EU-Mitgliedsstaaten Litauen, Lettland und Estland, ebenso in die Sowjetunion „aufgenommen“ – sprich annektiert.

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Ein Tourist ging in eine Zoohandlung und schaute sich ein wenig dort um.
Während er sich so umschaute, kam ein Kunde in den Laden und sagte zu dem Verkäufer: „ Ich hätte gerne einen Excel-Affen ! “ Der Verkäufer nickte, ging hinüber zu einem Käfig und holte einen Affen heraus. Er machte eine Leine an den Affen, übergab ihn dem Kunden und sagte: „ Das macht 3.000,– €. “ Der Kunde zahlte und verließ das Geschäft mit dem Affen. Erstaunt ging der Tourist zu dem Verkäufer und sagte: „ Das war aber ein sehr teurer Affe. Warum kostet er denn so viel ? „„ Der Affe kann Excel programmieren – sehr schnell, wenig Aufwand, keine Fehler und eben sehr günstig ! Der Tourist schaute zu einem anderen Affen im Käfig. „Dieser ist ja noch teurer, er kostet ja 5.000,– €. Was kann dieser denn ? „“ Oh, dies ist ein Web-Affe ; er beherrscht das übergreifende Design von Webseiten, kann programmieren, präsentieren und all dies nützliche Zeugs, “ sagte der Verkäufer. Der Tourist schaute sich noch eine Weile um und sah einen dritten Affen in einem Käfig. Der Preis hing an seinem Hals … – 25.000,– €. Er lief erstaunt zu dem Verkäufer und sagte: „ Dieser kostet ja mehr als alle anderen zusammen! Was zum Himmel kann der denn ? “

Der Verkäufer antwortete: „Tja, ich habe ihn noch nie etwas Nützliches tun sehen, aber die anderen Affen nennen ihn: „Administrator !“

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Wie der eine oder andere weiß fahre ich ja auch mit meinem eigenen Geländewagen durch Rußland und die Ukraine. Weder die Ukraine noch Rußland wird man gemeinhin als Geburtsstätte des Verkehrsslogans „Hallo Partner, danke schön“ bezeichnen können, leider. Aber nicht nur dadurch begründet ist die nachfolgende Nachricht von Interesse. Nach Angaben des russischen Fernsehsenders NTV von vorgestern starben im Jahr 2007

33.957

 

Menschen im Straßenverkehr der Russischen Föderation. Diese Zahl gleicht der Zahl der Einwohnerschaft so manch kleinerer Stadt hier.

Grabstein an einer Bundesstraße in Rußland

 

Wenn man die „Fahrkünste“ meiner russischen Landsleute, als auch die meiner derzeitigen ukrainischen Gastgeber betrachtet, zu denen auch schon mal das Fahren auf der Gegenfahrbahn trotz Verbotes zählt, dann verwundert einen die Tatsache daß es nicht noch mehr Tote gegeben hat. Ob die Reform des Ordnungswidrigkeitengesetzes in Rußland, das jetzt härtere Vorgehensweisen beinhaltet, so kann ein Fahrer wegen Nichtzahlung von Geldbußen bis zu 15 Tage in Ordnungshaft gehen, ob diese Vorgehensweise Abhilfe schaffen wird, bleibt bei der mehrheitlich vorhandenen „Erst-komme-ich“-Mentalität im Straßenverkehr leider mehr als fraglich.

Im Bezirk Samara sind, russischen Fernsehangaben zufolge, in diesem Jahr bereits 700 Verkehrssünder „eingefahren“. In diesem Sinne uns allen weiterhin „Gute Fahrt“ und Hals und Beinbruch.

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Am 19. Januar feierte die russisch-orthodoxe Welt das Fest „Christi Taufe“. In der Nacht zum 19. feierte die orthodoxe Gemeinde in den Kirchen und das Fernsehen zeigte Bilder wie die Gläubigen in die Kirche eilen und von Priestern geweihtes Wasser, das das ganze Jahr über als Allheilmittel dienen soll, in Plastikkanistern aus der Kirche tragen. Die Gläubigen gehen an die Flüsse und tauchen in das eiskalte Wasser um an die Taufe Christi zu gemahnen. Der echte Rechtgläubige taucht dabei dreimal total unter in den eiskalten Fluten. Bei Temperaturen von manchmal bis zu 20 Grad minus eine echte Herausforderung. Alt und jung, Männlein und Weiblein nehmen an dieser Veranstaltung teil.

Und als ich einmal an einer solchen Zeremonie teilnahm und sah wie die örtliche Feuerwehr mittels Schläuchen den Nachschub an „heiligem“ Wasser in der Kirche sicherstellte, seitdem ist mir das Ganze eher sehr suspekt. Aber wahrscheinlich zählt eher der Glaube. Jedenfalls trugen auch in diesem Jahr die Gläubigen zuhauf das Wasser aus den Kirchen. Manchmal ist das eben schwer für uns nachzuvollziehen.

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