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Archive for Juli 2008

Auf einem Treffen in der Stadt Gagarin im Oblast Smolensk war es dem russischen Präsidenten Dmitry Medvedev heute anzusehen. Dima war sauer, aber gründlich. Anlaß: Auf dem Treffen an dem auch der Innenminister und der Generalstaatsanwalt teilnehmen, wurde die Situation von Klein- und Mittelunternehmen, insbesondere deren häufige Besuche durch die „rechtswahrenden Organe“ zum Thema.

Unmißverständlich forderte der Präsident auf, diese „Besuche“, deren Ergebnis pekuniäre Zuwendungen seitens der Unternehmer sind, umgehend einzustellen und die Betriebe nicht länger einzuschüchtern. Auch den Unternehmern müsse klar sein daß sie mit ihren Geldzuwendungen den Teufelskreis nur stabilisieren.

Der Bereich der Klein- und Mittelunternehmen ist dem russischen Präsidenten zufolge ein strategischer Bereich der weiteren Entwicklung der Wirtschaft Rußlands und stehe daher unter der besonderen Aufmerksamkeit des Präsidenten.

Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, wies der Präsident zugleich darauf hin, daß mit dem heutigen Tage ein „Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung der Korruption“ in Kraft trete. Für die Umsetzung haben die Regionen zu sorgen – na Dima, ob das ne gute Idee ist? Jedenfalls haben in absehbarer Zukunft bestimmte Berufsgruppen detailliert über ihre Einkünfte Rechnung zu legen. Zu diesen Berufsgruppen gehören u.a. Milizionäre, Richter und Angehörige des Zolls.

Man darf gespannt sein wie schnell die Betroffenen „kreative Gegenlösungen“ entwickeln. Da feiert dann die russische Kreativität fröhliche Urstände, Ideen hätte ich da schon, wenn ich nur an die von ehemaligen Zollmitarbeitern in Tver gegründete Zollabfertigungsfirma denke … alles furchtbar legal und doch … nicht ganz sauber.

Hoffentlich kommt nicht der unlängst selbst vom Präsidenten zitierte Satz des russischen Schriftstellers und Satirikers Michail Jewgrafowitsch Saltykow-Schtschedrin zum Tragen „Die Härte des russischen Gesetzes wird dadurch kompensiert, das man es nicht unbedingt befolgen muß.“

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Mit diesem Begriff umschreibt man den Brauch im alten Rom das Volk mittels Brot und Spielen ruhig zu stellen. Daß dieser gute Brauch nicht ausgestorben ist, dafür ist u.a. das Kiew heutiger Tage ein gutes Beispiel.

Anlaß der Volksbelustigung: Die Feier 1020 Jahre Christianisierung der Kievskaya Rus. Vor 1020 Jahren im Jahre 988 soll die Christianisierung der Kiewer Rus unter Großfürst Wladmir I., dem Heiligen stattgefunden haben. Heidnische Götterbilder wurden zerstört und in den Dnepr geworfen. Das Christentum wurde Staatsreligion am Dnepr.
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Ich hatte bis vor kurzem eine Email Adresse beim APPLE Dienst Dotmac. ist nicht kostenlos, hatte aber alles was ich brauche und schöne Geburtstagskarten konnte man auch noch verschicken. Dann kam das „Klicki-Bunti-Team“ von APPLE auf die Idee uns alle zwangszubeglücken. Wir wurden nicht gefragt ob wir denn was Neues wollen, in Cupertino wurde festgelegt daß wir all was Neues bekommen, ob wir wollen oder nicht. Unter Vladimir Putin nannte man das „gelenkte Demokratie“ und hat ab und zu zweifellos seine Vorzüge, wenn man ausufernde Oligarchen „begrenzt“ z.B., aber hier ?
Der neue Apple „Service“ nennt sich „Mobile Me“ und soll sich u.a. dadurch auszeichen, daß die Email „gepusht“ wird, m.a.W. wer ein iPhone sein eigen nennt, hat hier keiner in der Ukraine, jedenfalls nicht offiziell, dem soll das System in regelmäßigen Abständen die Email rüberschicken = pushen.

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