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Archive for September 2008

Das Gezocke an den „wertschöpfenden“ Börsen und das Desaster auf dem Immobilienmarkt frißt seine Kinder. Eine Bank nach der anderen hat Berichtigungsbedarf in den manchmal allzu kreativ geführten Büchern. Und endlich hört auch das Gemecker der Neoliberalen über „den Staat“ auf, soll sich doch der Vielgescholtene jetzt um die Rettung der „Monopoly-Spieler“ kümmern, mit Steuergeldern versteht sich. Die EU Zentralbank läßt sich nicht lumpen, geht es doch um „die Rettung“ des angeschlagenen Bankensektors und damit „um uns alle“.

Wirklich uns alle? Ich habe da so meine Zweifel. Erst Zocken und abkassieren, dann verspielen und nun dürfen sich alle daran beteiligen. M.a.W. Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren, na prima. Die Banken sind „Opfer“, das läßt sich leicht sagen. „Wir waren es nicht … der andere war es.“ Das kennt man schon aus der Sandkiste. Tatsache ist, alle wollten schnell reich werden, am besten gestern. Und … haben sich vertan beim globalen Monopoly.

Börsen und Analysten haben es geschafft … leider erst bis kurz vor den „Super-GAU“. Aber ich bin sicher, Ihr schafft das schon uns vollständig zu beglücken und einen richtigen Wirtschafts-Gau hinzubekommen. Erst springt der ansonsten verteufelte Staat ein um Euch über Eure verzockten Monopoly-Gelder zu helfen. Dann, wenn sich der Sturm gelegt hat dann gilt „Business as usual“. Und in der Zwischenzeit beruhigt das Institut der deutschen Wirtschaft die Massen wenn es verkündet daß die Einkommen garnicht so ungleich verteilt sind und die Armutsbedrohung abgenommen habe. Jedenfalls wird es so in der Presse heute zitiert. Wer die Pressemitteilung aber ganz liest wird einen ganz anderen Eindruck gewinnen müssen.

Wer angesichts der allgegenwärtigen neoliberalen Propaganda nicht vollends verblöden will, dem empfehle ich die „andere Sicht der Dinge“. Vielleicht an einem verregneten Samstag zu lesen?

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