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Archive for the ‘Computerfalle’ Category

So manch einer hat ein Postbankkonto oder eine Postbankcard. Mit Hilfe dieser Karte kann man an Postbankautomaten gebührenfrei Geld abheben. Die Prozedur ist bekannt, Karte einschieben, Zugangscode eingeben, Geld abheben. Das war es.

Zusätzlich kann man auch seinen Kontostand abfragen, wie praktisch. Postbankautomat AuswahlmenueAber da war der Programmierer wohl weniger sorgfältig und zu meinem Erstaunen, die Prozedur eine andere.

Karte rein, soweit so gut. Dann erscheint ein Auswahlmenue. Also flugs „Kontostand“ ausgewählt, Knopf gedrückt und …

Wer jetzt erwartet dass der Automat seine Informationen nur nach Eingabe der Zugangsnummer preisgibt, der hat sich geirrt. Der Automat, von unstillbarem Mitteilungsbedürfnis getrieben, zeigt den Kontostand auch ohne eine solche Schutzmassnahme an. Datenschutz ? Fehlanzeige. Hoffentlich fällt meine Karte nicht einmal Dritten in die Hand.

Und so sieht das in der Praxis aus:

Postbankautomat sehr mitteilungsbeduertig

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Meine Glückswelle scheint einfach nicht abzureißen. Die nachfolgende Gewinnmail habe ich heute mal wieder meinem Posteingang gefunden. Da stellt sich doch die Frage „Wohin nur mit dem vielen Geld?“ nachdem ich doch schon fast ein iPad gewonnen habe. Aktien? Aktienfonds? Oder gibt es noch verwegenere „Finanzprodukte“ mit denen ich gestern schon reich werden kann? Warenterminbörse in Mogadischu? Maniokwurzeln aus Vanuatu und Tapioka aus Burkina Faso sollen ja im Moment der absolut heiße Insidertip unter Fachleuten sein, so mal ganz unter uns. Aber vorsichtig sein, nur „short“ Kontrakte, nichts auf „long“.

Auf alle Fälle werde ich einen Teil des Megagewinns an Herr Dr. Robert Moor und seine Asistentin, Fau Carol Jones übersenden für die Absolvierung eines Deutschkurses. Und hier der Gewinnbrief allen zur Kenntnis.

Wohin nur mit dem vielen Geld?

Herzlichen Glückwunsch: Lucky Winner!
Wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass Sie die Summe gewonnen zu haben von £ 485,000.00 GBP-vierhundertfünfundachtzigtausend Great Britain Pounds by Yahoo! MSN (Windows Live) Awards.

ZAHLUNG DER PREIS UND ANTRAG

Die Gewinner werden im Einklang mit seiner / ihrer Abrechnung Center bezahlt. Yahoo Preisverleihung darf nicht später behauptet, als 15 Tage ab Datum der Mitteilung Unentschieden. Wird der Preis nicht innerhalb dieser Frist geltend gemacht werden, verfallen. Unten angegeben sind Ihre Identifikationsnummern:

CHARGENBEZEICHNUNG YPA/07-43658
Referenznummer: 2007234522
PIN: 1206

Sie werden hiermit empfohlen, an uns zurück zu erhalten, indem
Kontakt mit dem Clearance Officer, Dr. Robert Moor für Ihre Ansprüche.
Kontakt: Dr. Robert Moor
E-Mail: dr.robertmoor @ yahoo.com
Telefon: +2348037411435

Grüße,
Frau Carol Jones
Online-Koordinator

Na ja, das Deutsch könnte besser sein, aber bei dem Gewinn schaut man mal gern drüber hinweg. Komisch auch dass die internationale Vorwahl nach Nigeria führt. Ob Yahoo da jetzt einen neuen Sitz hat? Es wird sich doch wohl nicht etwa um die sattsam bekannte „Nigeria Connection“ handeln? Kann ich mir einfach nicht vorstellen. Dazu ist das Schreiben einfach zu seriös.

Egal, Hauptsache die Kohle kommt bald, nötig hätte ich es schon.

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Ich muss gestehen, ich liebe Otto Reutter, seine Lieder dudeln seit einiger Zeit ununterbrochen von meinem iPod und mein iPhone ist auch nicht verschont geblieben. Das Lied vom „Überzieher“ – nein nicht von dem, sondern von einem Mantel – von Otto Reutter ist vielleicht noch dem einen oder anderen bekannt. Und wer ihn nicht kennt sollte sich schleunigst kundig machen. Es geht um den Verlust eines neuen Mantels in einer Gaststätte, soviel sei verraten. Insgesamt sind die Lieder von Otto Reuter auch heute noch aktuell, obwohl sie bereits zur Zeit des Ersten Weltkriegs und in den 20er Jahren entstanden.

Worüber ich mich hier heute verbreiten sind, das sind Zeitgenossen die sich im Internet tummeln und den allzu leichtgläubigen Zeitgenossen mit einem Abo für sog. „Mehrwertdienste“, m.a.W. einem Handyabo „beglücken“ wollen und erstaunlicherweise auch Reutter heißen, aber nicht Otto Reutter, sondern Jürgen Reutter.

Ich tappe NIE in eine Computerfalle, jedenfalls habe ich das bisher immer gedacht. Und doch wäre es mir heute morgen auch fast so gegangen. Ja, ich höre es schon, „Geiz besiegt Gehirn.“ Genau, ein Teil meines Hirns muß wohl am heutigen Morgen nicht den Weg aus dem Bett gefunden haben. Anders kann ich es mir nicht erklären was dann passierte.

Das Ganze geht dann so. Wer den Internetdienst „Twitter“ so wie ich nutzt, der stellt ab und zu auch das eine oder andere Bild ins Netz. Und dazu bedient er sich einer der zahlreichen Internetdienste die dabei behilflich sind. Bei mir war es der Internetdienst „Twitpic.com„. Schnell ein Bild gemacht, hochgeladen und das war es, ganz einfach und ohne große Mühe. und da der Twitpic-Dienst sich irgendwie finanzieren muss, blendet er Werbung ein.

Sein blaues Wunder kann manchmal der erleben, der auf die Werbung im Twitpic klickt. Da wird dann u.a. eine Verlosung des neuen iPad angekündigt, also schnell ein Klick und .. wir sind dem „Angebot für hochwertiges Handyentertainment“ schon ein wenig näher gekommen.

iPad haben wollen? Vorsicht

Wer will nicht das neue APPLE iPad haben, dieses Wundergadget das mit großem Getöse vorgestellt wurde und das im April nun auch in Deutschland zu haben sein soll.

Aber weiter im Text. Wer jetzt auf den Klickbutton rechts auf dem Bildschirm klickt, der kommt auf die WEB Site der Firma „Buongiorno Deutschland GmbH„, Arndtstraβe 34 10965 Berlin, Geschäftsführer: Jürgen Reutter, Handelsregister Nr. HRB 80426, Berlin Charlottenburg, Steuer Nr. 29/103/03360 DE217621230. Die Klicki-Bunti-Site zeigt „Handyspass“ und „Handy Spiele“.

Na dann viel Handy Spass.

Um was es eigentlich geht, das erfährt nur der, der die WEB Site herunterscrollt. Aber wer macht das schon?

Um was es sich bei Blinkogold handelt erfährt nur der der die Site herunterscrollt.

Die postalische Adresse der Firma ist laut Impressum erstaunlicherweise in der Sandstraβe 7-9, in 80335 München. In Berlin registriert? In München ansässig? Warum nicht gleich Vanuatu?

Auch eine Hotline hat die Firma, die allerdings, wen wundert es, nicht kostenlos ist, obwohl sie laut WEB Site als „Kostenlose Anfrage und Kündigung“ bezeichnet wird.

Na ja, wer wen Pfennig nicht ehrt, der ist des Talers nicht wert, wie meine Oma, Gott hab sie selig, schon immer richtig sagte. Die Kundenhotline unter der Nummer 01805 00 88 054 kostet nämlich 0,14 € pro Minute aus dem Festnetz der DTAG und maximal 0,42 € pro Minute bei Anrufen aus den Mobilfunknetzen. Kleinvieh macht eben auch Mist.

Die Handyabofalle ist schon aufgebaut, jetzt muss man nur noch hineintappen.

Weiter geht es. Nach dem verhängnisvollen Klick kommt man auf eine WEB Site in der einige Fragen zum neuen iPad gestellt werden. Kleiner Tip am Rande, man sollte die APPLE WEB Site in einem neuen Tab öffnen und schon kann man alle Fragen spielend leicht beantworten. Nachdem man diese Fragen beantwortet hat, geht es ans Eingemachte. Jetzt soll man seine Handynummer eingeben. Und wer das macht, der erhält in wenigen Augenblicken eine SMS, die einen auffordert einen Code den man Dir per Handy übersendet hat, in die WEB Site einzugeben.

Hier hätte Herr Reutter gern Deine Handynummer. Spätestens JETZT sollte es bei Dir klingeln.

Wer das wiederum macht, der hat ein neues Handyabo zum Preis von 2,99 Euro für 5 Tage abgeschlossen herzlichen Glückwunsch!

Hier geben wir nichts, aber auch rein garnichts ein, es sei denn wir wollen uns ein Handyabo aufhalsen.

Das Abo verlängert sich natürlich selbstredend stets wenn nicht gekündigt wird. Und so kann die Firma Blinkogold – Ja von Gold ist im Firmennamen die Rede – im Idealfall innerhalb eines Jahres den erstaunlichen Betrag von 218,27 Euro vom Übertölpelten, sorry „Kunden“  einheimsen.

Da ich nicht der Einzige bin der sich für das iPad interessiert, insbesondere wenn es für lau zu haben sein soll, kann sich Herr Reutter im Zweifel über das Klimpern eingehenden Geldes auf seinem Konto bei der Deutsche Bank AG, BLZ 100 700 00, KTO 43 84285 freuen.  Nicht schlecht gelle? „Pecunia non olet“, wie die Römer schon wußten.

Aber wem das noch nicht genug ist, den versorgt die Firma auch noch mit einem kostenlosen (???) iPhone, gut was?

Ein iPhone für lau? Klar, wenn man denn auch noch "Exklusives Mobile Entertainment Angebot" der Firma Blinkogold annehmen will, immer zu.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen. Kann man hier von Abzocke reden? Natürlich nicht, denn die Firma schreibt es ja selbst auf ihrer WEB Site unter dem Punkt „Hilfe“. Da heißt es

„BlinkoGold Sparabo >> ist das ein Abzock-Abo?

Nein! Im Unterschied zu Abzock-Abos entscheidest DU allein was Dir gefällt und Du bekommst nicht unaufgefordert irgendwelche Sachen zugeschickt!“

Na ja, wenn das so ist, dann bin ich ja beruhigt. Also, nichts für ungut Herr Reutter, sorry. Wo kommen dann bloß die vielen Beiträge zur Firma Blinkogold im Forum der WEB Site „Computerbetrug.DE“ her? Herr Reutter, können Sie sich das erklären? Und eine Google-Suche zum Begriff „Blinkogold“ fördert ebenfalls Erstaunliches zutage.

Was Google zum Thema "Blinkogold" so alles weiß, schon sehr erstaunlich.

So, jetzt muss ich mich aber sputen, ich bin schon wieder als Gewinner ausgewählt.

Gewinne über Gewinne im Internet, warum arbeite ich dann noch? Gibt doch alles für lau.

Was es wohl diesmal ist? Ein iPod? Ein MacBook? Ein Porsche Cayenne? Oder gar eine Weltreise? Ein Einfamilienhaus? Oder die langersehnte Million? Ich bin schon ganz gespannt. Ich halte Euch jedenfalls auf dem Laufenden.

P.S. und da reden wir von der russischen Mafia? Der Griff in Deine Geldbörse ist näher als Du denkst. Also, schön aufpassen, gelle?

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