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Archive for the ‘e-government’ Category

Daß der Einsatz von EDV sicher seine guten Seiten hat, das wird heute wohl nur noch ein fanatischer Maschinenstürmer bestreiten. Daß der Einsatz von EDV („Ende der Vernunft“) auch problemgeladen sein kann, das können sicher all die bestätigen, deren EC-Karte sich schon einmal „verabschiedet“ hat, die ewig auf Bestellungen aus dem Internet gewartet haben oder diejenigen die bei „Iiiiieeee-Bäh“ schon einmal einem Schwindler aufgesessen sind. Eine gesunde Skepsis gegenüber den Heilsbringern aus dem Silicon-Valley ist also angebracht.

Daß die Datensammelwut der Bundesregierung angewachsen ist inzwischen auch dem letzten Zeitgenossen nicht verborgen geblieben. Daher verwundert mich auch die nachfolgende Meldung, die ich dem Newsletter des Potsdamer Institutes für eGovernment entnehmen konnte, nicht mehr. „Die britische Regierung plant, von allen Eltern zu verlangen, dass sie ihren Kindern einen breitbandigen Zugang zum Internet einrichten. Gedacht ist auch daran, dass Eltern, deren Kinder eine Schule der Sekundarstufe besuchen, ab 2009 über das Internet regelmäßige und aktuelle Informationen über ihre Kinder und den Unterricht erhalten sollen.“ Viel ist zum Einsatz von Informationstechnologie im Bildungsbereich schon geschrieben und veröffentlicht worden. Ich könnte das auch noch das Meinige beisteuern, verkneife es mir aber, weil das von berufener Stelle schon vor längerer Zeit getan wurde und .. auch zu Papier gebracht wurde.

Für Wochenden mit schlechtem Wetter mehr als empfehlenswert. Ansonsten warte ich auf den Moment da Schülern, welcher Staatsangehörigkeit auch immer, unter dem flatternden Banner des Fortschritts, ggf. angereichert mit dem Signum der „Terrorbekämpfung“, RFID-Chips auf die Stirn genagelt werden oder Barcode-Tatoos auf die linke A****backe bekommen.

Abschließend fallen mir noch drei Dinge dazu ein:

  1. „Seit ich EDV habe geht alles schneller, dauert aber wesentlich länger“ – Zitat eines bekannten Berliner HNO Arztes den meinen Freund zu nennen ich mich rühmen darf.
  2. „IBM“ steht für „Immer Besser Manuell“
  3. „Erst kommt die Rechtschreibung, dann die Rechtsprechung“ – Professor Uwe Wesel, emiritierter Professor für Römisches Recht an der FU Berlin, bei dem ich seinerzeit äußerst spannende Vorlesungen im Römischen Privatrecht und im Recht der ungerechtfertigten Bereicherung, §§ 812 ff. BGB, hören durfte. Der Satz von Herrn Professor Wesel gilt sinnentsprechend sicher auch für den Einsatz von IT in Schulen.

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