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Archive for the ‘Humor’ Category

Daß Dmitri Medvedev neuer Präsident der Russischen Föderation wird, daran zweifelt wohl kaum jemand. Interessanter ist die Frage wieviel Prozent der rund 110 Millionen Russen an die Urnen eilen werden und mit wieviel Prozent Dima den Titel des neuen Präsidenten „heimholt“.

Daher die Aufgabe für alle Leser :

Sagt die Zahlen so genau wie möglich voraus. Hier noch einmal die Fragen im Klartext :

  1. Wieviel Prozent der wahlberechtigten russischen Bevölkerung werden am Abend des 2. März, wenn die letzten Wahllokale in der Russischen Föderation schließen, an den Wahlen teilgenommen haben ? (Der letzte Wahlbezirk ist das Gebiet Kaliningrad – ehemals Königsberg. Die Wahllokale schließen hier um 20.00 lokaler Zeit = 19.00 Uhr deutscher Zeit).
  2. Mit wieviel Prozent der abgegebenen Stimmen wird der neue Präsident der russischen Föderation gewählt werden ?

Eure Tips (Mit Angeben der Prozentzahlen bis auf 2 Stellen nach dem Komma) könnt Ihr per Email an die Adresse :

wahlenrussland2008@online.ms

senden. Die Email muß bis um

17.59 deutscher Zeit

bei mir sein (wird überprüft). Bitte vollständige Adresse, Email Adresse, Kleidergröße (geben wir nicht weiter, auch in der Auswertung nicht) und den Gewinn, den Ihr gern hättet, nicht vergessen. Noch einfach geht es wenn Ihr die Daten auf der speziellen WEB Site direkt eingebt. Und hier geht es zur Schätzung. Natürlich wollt Ihr wissen was es für Eure Mühe und Euer politsches und Kreml-Know-How gibt, oder? Ganz einfach. Hier die Preise:

  1. Eine Flasche russischen (was sonst) Wodka
  2. Ein T-Shirt
  3. Ein Überraschungspaket

Viel Glück. Für die die immer alles rechtlich abgesichert haben wollen hier noch der Hinweis:

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das Ergebnis der Abstimmung und des Ratens westlicher Kreml-Experten:

Die Wahlbeteiligung in Rußland war erheblich höher als die Beteiligung an der Abstimmung hier, denn die war

0,0%

Ok, ich habe es zu spät hier eingestellt, beim nächsten mal wird es besser, dann wenn Schwester Angela z.B. zur Debatte steht.

Nun ja, die Wahl ist ausgegangen wie absehbar. Ob das gut ist oder schlecht mag jeder für sich selbst entscheiden. Mir gefällt das Ergebnis denn damit ist sichergestellt, daß der Reformkurs Rußlands wie unter Putin begonnen, weitergeführt wird. D.h. z.B. auch daß auf unseren Straßen wieder Asphalt zu finden ist, Kinderspielplätze sind Spielplätze und nicht Müllhalden, und erste Erfolge im Bereich „Bezahlbares Wohnen für junge Familien“ sind ebenso zu verzeichnen wie eine eigenständige Außenpolitik. Aber das mag jeder selbst gewichten. Daß die Wahlen westlichen Vorstellungen von Demokratie nicht entsprechen, wen juckt’s? A pro pos demokratische Wahlen im Westen, war da nicht was mit Soibers Edmund in Bayern und Roland Kochs Versuch Konkurrenten schon vorab den Weg aus der Kandidatur zu erleichtern? Kritik an der Wahl in Rußland ja, wenn man denn bitte auch nicht die Augen vor westlichem Versagen schließt. Wie war noch der Wahlerfolg von George W. in Florida seinerzeit? Schon vergessen? Macht nichts. George W. kannste eh vergessen.

Für alle die, die dennoch Humor haben und politische Satire nicht fürchten, hier der Link zu den wahren Hintergründen der Wahl (leider nur in Russisch).

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Am nächsten Morgen Aufstehen, Duschen, das Übliche eben. Dann geht es zum Frühstück in der ehemaligen Stolovaya (Kantine). Die Kantine hat noch einen gewissen „Sowjetcharme“ den auch die Bedienung mühelos herüberbringt. Wir werden separat „platziert“ weil wir ja Teil einer Gruppe sind, die aber noch gar nicht vollständig da ist. Das Frühstück zeichnet sich durch eine gewisse „Schlichtheit“, sprich:Kärglichkeit aus. Neben etwas Quark, Butter und Käse zwei Scheiben Brot und eine Tasse Tee. Kaffee gibt es wenn wir ihn einen Tag vorher bestellen. Wir sind in einem Sanatorium gelandet … nur sind wir nicht leidend und auf Kur, egal. Später erfahre ich daß es ein Frühstücksbuffet demnächst geben soll. Hoffentlich ist „demnächst“ bald.

Abfahrt nach Buki, das GPS zeigt uns den Weg, den wir des Nachts gekommen sind. Bald ist Buki erreicht. Ein Teil unserer Trainingsteilnehmer ist bereits vor Ort. Sachen auspacken, Die Begrüßungsrede, das Prozedere wird erklärt. Tatyana beginnt mit dem Training und ich kümmere mich um das Finanzielle. Gegen 15.00 lasse ich Tatyana allein mit der Gruppe zurück und fahre nach Kiew. Nach drei Stunden Ankunft am Stadtrand und das Wuseln durch den üblichen stadtweiten Feierabendstau. Um 19.00 bin ich wieder zuhause, packe die Sachen aus und … wo ist der Rucksack mit meinem Notebook? Doch nicht etwa in Buki? Ein Anruf bei Tatyana bringt Licht ins Dunkel. Der Rucksack, den ich mit in den Computersaal der Schule von Buki genommen habe, macht Landurlaub. Und ich brauche die Kiste dringend morgen früh. Was liegt da näher als …. genau … zurück nach Mankievka. Aber erst zwei Stunden Nickerchen. Dann geht es erneut auf die Trasse.

Nach zwei Stunden Abfahrt Zhaschkiv erreicht. Jetzt heißt es aufpassen. Schlechte Beleuchtung in den Orten, keine Wegweiser, also beste Bedingungen sich zu verfranzen oder jemanden über den Haufen zu fahren. Wieder keimt der Wunsch nach vier Zusatzscheinwerfern auf dem Dach auf. Nach fast vier Stunden sind wir wieder in Mankievka gelandet. Das GPS hat gute Dienste geleistet, nur einmal an der Weggabelung ohne Wegweiser falsch abgebogen aber unser kleiner elektronischer Helfer hat uns das nach zwei Minuten signalisiert, umdrehen, auf den richtigen Weg einbiegen, das war es.

Tatyana erwartet mich am Tor des Sanatoriums mit dem Rucksack. „Rücksturz zur Erde“, hätte man im Raumschiff Orion seinerzeit gesagt. Nach weiteren vier Stunden durch die ukrainische Nacht bin ich wieder in Kiew. Ich bin fix und fertig, nur noch ein Wunsch, schlafen.

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altbau03.jpgAls ich zu Beginn der 80er Jahre im Rahmen einer Uni-Exkursion einmal in die damalige Hauptstadt der lettischen Sowjetrepublik Lettland fuhr, da hatten wir auch ein Treffen mit dem Stadtarchitekten zum Thema Stadtplanungsrecht. Im Laufe des Treffens erzählte uns der Architekt verschmitzt lächelnd, daß man in Riga die „Kunst des Altbaus“ beherrsche. Wir dachten dabei an die Altstadtsanierung und den Wiederaufbau. Zu unserem Erstaunen erklärte uns der Architekt aber, daß man darunter folgendes zu verstehen habe:

„Wir bauen so, das sieht schon alt aus.“

Daran fühlte ich mich erinnert als ich heute in unser vor drei Jahren erbautes Haus in Kiew zurückkam, in dem wir eine Mietwohnung im 15. Stock mit Blick über die Stadt bewohnen. Eine Mauer am Parkplatz hatte wohl dem altbau04.jpgAnecken eines Autos nicht standgehalten und war einfach weggebrochen. Aber auch im Haus selbst zeugen auf Putz verlegte Kabel und Türeinfassungen, die ein Baukollektiv wohl in der Mittagspause mittels Taschenmesser zurechtgeschnitzt haben, davon, wo „fleißige Handwerker“ – ja die aus dem Kinderlied – gebaut, man muß wohl eher sagen gewütet haben. Auch Maler scheinen seinerzeit einen eklatanten Mangel an „Zielwasser“ gehabt zu haben. Anders kann ich mir die Malkünste, bei denen schon mal Fußleiste und anschließende Wand verwechselt worden, nicht erklären.

„Sie taten so als bezahlten sie uns und wir taten dafür so als ob wir gearbeitet hätten.“

Dieser alte Slogan der Arbeiterklasse, der die „innere Kündigung“ gut umschreibt, scheint sich bis in die Neuzeit gerettet zu haben. Schnell, dafür aber nicht unbedingt qualitativ bemerkenswert zu bauen, das ist das Motto der Zeit. Türen die schlecht schließen, Fenster die auf das unabdingbare Minimum beschränkt werden, alles egal. Hauptsache verkauft.

altbau05.jpgDa wundert es schon nicht mehr daß eine bestimmte Sicherung immer und immer wieder rausfliegt und folgerichtig kann man sich beim Wechseln einer Birne auch schon mal auf eine engere Bekanntschaft mit den E-Werken der Stadt Kiew einstellen und mal antesten wie das ist wenn man denn auf dem elektrischen Stuhl landet. So ging es mir neulich.

Nun ja, die Fassade ist bereits westlich, der Inhalt leider noch nicht überall. „I’m back in the USSR“ – die Beatles lassen schön grüßen. Sorry für die schlechte Bildqualität, war mein NOKIA – darf man die noch erwähnen – Communicator 9500.

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Ein Tourist ging in eine Zoohandlung und schaute sich ein wenig dort um.
Während er sich so umschaute, kam ein Kunde in den Laden und sagte zu dem Verkäufer: „ Ich hätte gerne einen Excel-Affen ! “ Der Verkäufer nickte, ging hinüber zu einem Käfig und holte einen Affen heraus. Er machte eine Leine an den Affen, übergab ihn dem Kunden und sagte: „ Das macht 3.000,– €. “ Der Kunde zahlte und verließ das Geschäft mit dem Affen. Erstaunt ging der Tourist zu dem Verkäufer und sagte: „ Das war aber ein sehr teurer Affe. Warum kostet er denn so viel ? „„ Der Affe kann Excel programmieren – sehr schnell, wenig Aufwand, keine Fehler und eben sehr günstig ! Der Tourist schaute zu einem anderen Affen im Käfig. „Dieser ist ja noch teurer, er kostet ja 5.000,– €. Was kann dieser denn ? „“ Oh, dies ist ein Web-Affe ; er beherrscht das übergreifende Design von Webseiten, kann programmieren, präsentieren und all dies nützliche Zeugs, “ sagte der Verkäufer. Der Tourist schaute sich noch eine Weile um und sah einen dritten Affen in einem Käfig. Der Preis hing an seinem Hals … – 25.000,– €. Er lief erstaunt zu dem Verkäufer und sagte: „ Dieser kostet ja mehr als alle anderen zusammen! Was zum Himmel kann der denn ? “

Der Verkäufer antwortete: „Tja, ich habe ihn noch nie etwas Nützliches tun sehen, aber die anderen Affen nennen ihn: „Administrator !“

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